2024: La Petite Saône / Von Corre nach Saint-Jean-de-Losne
Infos zu Wasserstrasse und Liegeplätzen
Neu findet ihr alle Informationen zu den Wasserstrassen und den uns bekannten Liegeplätzen sowie eine Übersicht über alle Reisen auf den entsprechenden Info-Seiten.
- Unsere Reisen: Die Reisen der MS Horizon
- Wasserstrassen: Infos über Wasserstrassen
- Direkt zur Saône: 2024: La Saône / Immer eine Bootsfahrt wert 😃
- Liegeplätze: Infos über Liegeplätze
Nicht mehr lange und wir legen ab 😃
Nun sind wir schon seit dem 28. März auf der MS Horizon in Corre und sind, mit Ausnahme einer Fahrt an den Besuchersteg des Hafens und wieder zurück in unsere Box, noch keinen Meter gefahren 🙄. Mehr zu dieser Zeit im Blog 2024: Wieder auf dem Boot und 2024: Bald heisst es „Leinen los“
Nun gilt es aber Ernst. Trotz des noch immer nicht optimalem Wetterberichts hat der Kapitän beschlossen, dass es nun endlich losgehen soll 👍. Die Vorbereitungen verliefen gut und die letzten dringenden Arbeiten am Boot konnten noch erledigt werden.
Einzig das Kärchern der MS Horizon konnte noch nicht durchgeführt werden 😞. Eigentlich ein absolutes NoGo mit einem „dreckigen“ Boot loszufahren. Aber bei diesem Wetter und diesen Temperaturen konnte den Leichtmatrosen diese Arbeit wirklich nicht zugemutet werden (ja das ist so eine Sache mit den Gewerkschaften🙄). Nun muss das halt warten bis das bei besserem Wetter an einem geeigneten Liegeplatz ausgeführt werden kann.
Dafür wurde gebunkert was das Zeug hielt. Esswaren und Getränke reichend für eine Atlantiküberquerung. Man weiss ja nie wohin es einem verschlägt und was auf einem zukommt 😁.
Leinen los!
Auf dieses Kommando hat die ganze Mannschaft der MS Horizon, vom Schiffsjunge über den Leichtmatrosen, den Bordmechaniker, den Smutje … nun ja, ihr wisst schon, es ginge zu weit hier die ganze Mannschaft aufzuzählen … einfach alle, vor allem der Steuermann und die Kommunikationsoffizierin nun seit Wochen gewartet 😃.
Am Samstag, dem 27. April, war es nun endlich soweit. Laut erschallte der Ruf des Kapitäns laut über das Deck:
>> Leinen los! <<
Die ganze Mannschaft rannte nervös auf dem Boot herum … wie geht das nun schon wieder …. habe ich an alles gedacht … was muss ich noch tun … …
Bis in ein paar Wochen sollte auch diese Routine wieder eingekehrt sein und ein simples Ablegemanöver nicht mehr soviel Hektik auslösen. So hofft der Kapitän zumindest 🙄.
27. April, 1. Etappe: auf der Petite Saône von Corre nach Fouchécourt
Start: Corre / Ende: Fouchécourt
Navigation: 3 Std. / 25km / 3 Schleusen
Wetter: Meist bedeckt ⛅🌞/ 17° C / kaum Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
Das letzte Mal für längere Zeit, wäre zumindest die Planung, nahmen wir die Petite Saône in Richtung Saint-Jean-de-Losne in Angriff. Es ist immer wieder wunderbar diese Strecke zu fahren. Das noch kleine Flüsschen welches durch die schöne Landschaft mäandert, so entspannend 😊.
Zum Start in die laaange Sasion war nur eine kurze Fahrt geplant, der Kapitän wollte die Mannschaft ja nicht schon am ersten Tag zu fest belasten 🙄.
Das Hafen-Restaurant in Fouchécourt hat auf diese Saison hin (wieder einmal) neue Wirte bekommen. Der neue Chef hatte in der Region bereits ein Restaurant und kennt die Situation des Hafens seit vielen Jahren. Scheinen schon mal gute Voraussetzungen zu sein. Zurzeit gäbe es gemäss Facebook nur Pizzas und Hamburger „à emporter“, aber trotzdem wollten wir die Gelegenheit noch nutzen und der neuen Mannschaft einen Besuch abstatten.
Nach gut 2 1/2 Stunden gemütlicher Fahrt auf der Petite Saône erreichten wir bereits „Le petit Port de Fouchécourt“ und legten am Besuchersteg an. Da hat sich aber einiges verändert 😲. Vor dem Hafengebäude/Restaurant steht nun ein riesiges Festzelt mit solidem Holzboden, Richtung Saône mit einer schönen Terrasse ausgestattet. Das bisherige Restaurant wird nun als Bar- und Bestelltheke genutzt. Sieht spannend aus 😀. Wir wurden sehr freundlich vom Wirt empfangen, wechselten ein paar Worte und bestellten unsere Hamburger auf 19:00 Uhr.
Pünktlich um 19:00 Uhr gingen wir wieder hoch zum Restaurant. Es wurde uns angeboten, es uns im Zelt oder auf der Terrasse gemütlich zu machen, anstatt das Essen mit auf die MS Horizon zu nehmen, was wir gerne annahmen. Später wurde uns gesagt, dass wir die ersten „stationären“ Gäste gewesen seien 😊.
Es war ausgezeichnet. Die Erste Offizierin meinte, dass sei der beste 🍔 den sie je gegessen habe. Die Bedienung, obwohl eigentlich nur „à emporter“ angesagt war, sehr freundlich und angenehm. Die machen hier einen ausgezeichneten Job 👍. Wir wünschen den neuen Wirten viel Erfolg!
Nachtrag: Inzwischen haben sie das Angebot und die Öffnungszeiten kontinuierlich erweitert 💪. Die Kommentare sind ausgezeichnet, die veröffentlichten Bilder der Pizzen und andern Menues sehen immer sehr „amächelig“ aus 😋. News findet ihr auf ihrer Facebook-Seite.
28. April, 2. Etappe: von Fouchécourt nach Port-sur-Saône
Start: Fouchécourt / Ende: Port-sur-Saône
Navigation: 2 Std. / 15km / 1 Schleusen
Wetter: Meist bedeckt ⛅🌞/ 17° C / kaum Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut (ausser in der Derivation Port-sur-Saône)
Ach, wir wollen es doch gemütlich angehen lassen 🥱. Die Saison wird noch lange genug ( über 6 Monate 🤩) dauern, da brauchen wir nicht schon zu stressen 😁.
Also gemütlich ausgeschlafen und einige ☕ getrunken, dann noch einen ☕ und wir waren wieder fit für die Weiterreise. Da wir so viele unserer Lieblingsorte an der Petite Saône wie möglich noch einmal besuchen wollten bevor es dann in den Süden geht, planten wir den nächsten Halt bereits in Port-sur-Saône. Nur etwa 2 Stunden Fahrt und nur eine Schleuse. Wie gesagt, wir lassen es gemütlich angehen 😁.
Trotz besch… eidenem Wetter genossen wir die kurze Fahrt nach Port-sur-Saône. So langsam realisierten wir, dass wir nun tatsächlich auf unsere erste grosse Reise gestartet waren. Kein definitives Ziel, kein bis dann und dann … einfach mal schauen was die Saison bringt 😎
Wobei, ein Ziel haben wir natürlich schon. Wir haben Tickets für das Festival de Carcassonne. Am 15. Juli spielen Status Quo und am 23. Juli Scorpions 🎵🎸🎤🎹🎶.
Ihr seht, ganz so planlos sind wir dann doch nicht unterwegs 😁.
Kurz nach unserer Ankunft in Port-sur-Saône legten auch Susi & Andreas mit ihrer schönen Alicia am Quai an. Die Beiden hatten uns bereits vor der Abfahrt in Corre zum Abendessen bei ihnen auf dem Boot eingeladen, was wir natürlich liebend gerne angenommen hatten 😁.
Und so gab es einen wunderbaren Abend unter Freunden, bei einem ausgezeichneten Nachtessen (nochmals herzlichen Dank an Susi & Andreas 😊) und einem Glas … dem berühmten einem Glas 😂 … Wein.
Aber so ein gutes Nachtessen verlangt dann doch auch noch etwas um die Verdauung anzukurbeln. Zum Glück hatten wir auf der Horizon im Kühlschrank (ihr wisst noch dass wir eine neue Küche mit einem wunderbaren Kühlschrank haben 🤔) noch eine Flasche Génépy. Die war schnell geholt … und auch ziemlich schnell fast leer 🤪. Gemütlich wars 😊.
29. April – 2. Mai, 3. Etappe: von Port-sur-Saône nach Savoyeux
Start: Port-sur-Saône / Ende: Savoyeux
Navigation: 5 Std. / 55 km / 7 Schleusen / 1 Tunnel
Wetter: Meist bedeckt ⛅ oder Regen 🌨 / 17° C / kaum Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut (ausser in der Derivation Port-sur-Saône)
Heute stand ein strenger Tag auf dem Programm 😓. Nach zwei so kurzen Fahrtagen wollte der Kapitän mal wissen, was seine Mannschaft zu leisten in der Lage ist. Rund 55 km, 7 Schleusen und ein Tunnel auf der Petite Saône standen der Mannschaft bevor.
Nun, der Kapitän ist ja kein Unmensch und so besorgte er in der Boulangerie zur Stärkung unterwegs noch eine Tarte au citron meringuée 😋. Port-sur-Saône ohne Tarte au citron meringuée, das geht einfach nicht …
Nach 5 Stunden Fahrt legten wir bereits im Hafen von Savoyeux an. Die Mannschaft hatte tolle Arbeit geleistet, so langsam kommt wieder Schwung in die Sache und der Kapitän schaut nun doch mit etwas mehr Optimismus auf die kommenden Monate 😁.
Allerdings war die Mannschaft nun doch etwas ausgelaugt 🙄 und so beschlossen wir, nicht zuletzt aufgrund des nicht gerade berauschenden Wetterberichts, 3 Nächte in Savoyeux zu bleiben.
Es wurden zwar regnerische aber doch gemütliche Tage. Wir legten neben Hansueli und Rita an – die Beiden hatten wir bereits in Corre getroffen. Sie reisten am Folgetag bereits wieder weiter.
Suzanne & Claude standen mit ihrer Escapade auch in Savoyeux. Und so kam es wie es wohl kommen musste, mal gab es Kaffee und Tarte au citron merenguée mit anschliessendem Apéro auf der Horizon, dann auf der Escapade feinen ☕. Das Leben kann so schön sein 😊.
Ansonsten nahmen wir es recht ruhig, die Zahlmeisterin arbeitete zwischendurch im Boat Office, der Rest der Mannschaft lungerte sonst irgendwo auf dem Schiff herum und täuschte Arbeit vor, einfach business as usual 😂.
Der Smutje war meist in der Küche anzutreffen (wo auch sonst 🤔) und zauberte immer wieder kleine Köstlichkeiten auf den Tisch.
Da sich unser Hilfs-Smutje und Leichtmatrose Kurt nach einem mehrfachen Beckenbruch leider immer noch in Rekonvaleszenz befindet, musste der Smutje sogar den Thon-Salat, eigentlich die Domäne von Kurt, selber machen. Und ja, der Thon-Salat war ok, aber natürlich nicht zu vergleichen mit dem von Kurt …
Junge, komm bald wieder, bald wieder … 🎵
Doch dann, auch wenn der Wetterbericht noch nicht viel Gutes zu berichten wusste, wurde es Zeit weiterzufahren.
3. Mai, 4. Etappe: von Savoyeux nach Port St. Martin (Gray)
Start: Savoyeux / Ende: Port St. Martin (Gray)
Navigation: 3.5 Std. / 33 km / 4 Schleusen / 1 Tunnel
Wetter: Meist bedeckt ⛅🌞/ 17° C / windig
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
Nach den notwendigsten ☕☕ versammelte sich die Mannschaft wieder auf Deck und nahm die Fahrt nach Gray in Angriff. Also soweit der Plan …
Bei durchzogenem Wetter, aber zumindest trocken, fuhren wir über die „La petite Saône“ in Richtung Gray.
An den Ufern sah man gut, dass der Wasserpegel hoch war und auch die Strömung war doch etwas schneller als wir es hier gewohnt waren.
Am Anleger beim Camping oberhalb der Schleuse lagen ungewohnt viele Boote. Da gab es kaum mehr ein freies Plätzchen. Aber kein Problem für uns, wir wollten sowieso am langen Quai unterhalb der Schleuse festmachen um im Intermarché die Vorräte wieder ganz aufzufüllen.
Wir fuhren aus der Schleuse heraus … na was ist denn das … sahen, dass die unterste Stufe des Quais überflutet war. Nur zwei Mietboote, weiss der Geier wie die da festgemacht hatten, lagen da. Ja die Folgen des Regens der letzten Wochen sind noch deutlich sichtbar … und auch spürbar, die Strömung treibt uns auf der Petite Saône nur so durch Gray hindurch.
Wir haben ja immer einen Plan B 😁 und der hiess: Anlegen in Port Saint-Martin anstatt in Gray. Aber auch den Plan B sollte man sich immer gut überlegen und planen …
Als Bootfahrer welche sich bisher hauptsächlich auf Kanälen und zahmen Flüsschen herumgetrieben hatten, war die Strömung in dieser Stärke doch ziemliches Neuland (Neuwasser 🤔).
Das erste Anlegemanöver am quer zur Strömung stehenden Fingersteges lief grandios schief, aber sowas von. Dank viel Motorenleistung gelang dem Steuermann im allerletzten Moment gerade noch ein Fluchtmanöver bevor die Horizon auf ein bereits da liegendes Boot krachte. Was solls, einmal ist kein Mal, nächster Versuch …
Und hier, geneigte Leser, ein gutgemeinter Ratschlag eines inzwischen ein wenig gereiftem Kapitäns 🤓: Spätestens da wäre der richtige Zeitpunkt um kurz innezuhalten (besser natürlich noch vor dem ersten Versuch). Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte sich der Steuermann gut überlegen was genau schief gelaufen ist und was dazu geführt hat. Und möglicherweise wäre genau das der richtige Zeitpunkt das Manöver abzubrechen und zu Plan C überzugehen.
Unser Steuermann kannte obenstehenden Ratschlag seines Kapitäns noch nicht. Und er wollte einfach hier anlegen, das war ja schliesslich der Plan. Also etwas Finetuning beim Kurs, etwas mehr Motorenkraft und … die Horizon stand rückwärts in der Box. Na ja, ganz so einfach ging es dann doch nicht. Es gab ziemlich Hektik an Deck bis das Boot sicher vertäut in der Box lag. Ausserdem gab es halt doch einen ziemlichen Kratzer auf der Seite des Rumpfes, notabene letzten Winter frisch gestrichen, vom Ende des Auslegers.
Diese Aktion verlangte natürlich nach einem Debriefing. Dabei wurde ganz klar festgehalten: das war nicht wirklich eine gescheite Aktion. Da wurden klar nicht alle notwendigen Sicherheitsaspekte beachtet. Das Manöver hätte abgebrochen werden müssen.
Die ganze Aufregung und der Stress verlangten dann nach einem 🍻. Aber es blieb nicht viel Zeit …
Schon bald tauchte über auf der Petite Saône flussaufwärts ein schwedischer Segler auf und avisierte voll Selbstvertrauen (und voll Speed 😲) die Bucht neben uns an. Er wurde schon 20 m abgetrieben bevor er mit dem Bug auch nur in die Nähe der Box kam. Aber auch er kannte obenstehenden Ratschlag unseres Kapitäns noch nicht., und so nahm auch er einen zweiten Anlauf und fuhr mit voller Kraft vorwärts in die Box. Nun, nicht ganz. Natürlich trieb es auch ihn auf den talseitgen Ausleger zu. Sie warfen die Leinen zu uns auf den Steg und mit viel Muskelkraft gelang es uns Vieren das Boot mehr oder weniger Heil in die Box zu ziehen, zu drücken, zu … und festzumachen.
Nun, das verlangte nach einem zweiten Debriefing zusammen mit den Schweden auf unserer Terrasse bei einem 🍻.
Da wussten wir noch nicht, dass das Einparken der einfachere Teil der Übung gewesen war … Aber dazu morgen mehr 😉.
4 . Mai, 5. Etappe: von Port St. Martin (Gray) nach Auxonne
Start: Port St. Martin (Gray) / Ende: Auxonne
Navigation: 4.5 Std. / 48 km / 3 Schleusen
Wetter: Meist bedeckt ⛅🌞/ 17° C / kaum Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
Noch bevor wir den Koffein-Pegel auf den korrekten Pegel anheben konnten (erst ein ☕ 🥱), sahen wir, dass die Schweden bereits ihr Ablegemanöver am vorbereiten waren.
Also raus um zu helfen. Wie beim gestrigen Debriefing besprochen zogen Franziska und ich den Segler an den Leinen soweit wie möglich bergwärts vom talseitigen Anleger weg. Soweit ging das ganz gut 💪. Auf das Kommando des schwedischen Kapitäns gab er Vollgas zurück und wir liessen die Leinen los. Zuerst sah das ganz gut aus …
Doch bereits bevor er ganz aus der Box kam krachte er wegen der Strömung schon mit dem Bug auf das äussere Ende des talseitigen Auslegers und danach auf ein weiter talseitig liegendes Mietboot 🙈. Das ganze begleitet von ziemlich unschönen Geräuschen 🙉.
Fazit: Ein abgerissener Fender beim Mietboot (und wir befürchten auch strukturelle Schäden am Rumpf) und ein kaputter Ausleger des Fingerstegs. Den hat es tatsächlich an den Schweissnähten, mit welchen er am Hauptsteg angeschweisst war, abgerissen 😦.
So, der Segler war weg. Allerdings waren wir jetzt doch etwas verunsichert, wir mussten die MS Horizon ja auch noch irgendwie aus der Box bringen 😧. Und eigentlich beabsichtigten wir dabei nicht auch so viel Schaden zu verursachen. Ok, wir hatten zwei Vorteile gegenüber dem Segler: wir lagen rückwärts in der Box, damit war die MS Horizon beim herausfahren manövrierbar, und die MS Horizon hat doch einen ziemlich starken Motor.
Also packten wir es an, zogen die MS Horizon an der bergseitigen Leine auch soweit wie möglich vom talseitigen Ausleger weg, gaben Gas und lösten die Leine … es funktionierte Bestens 😃.
Uns so konnten wir gemächlich, na ja, bei der Strömung ging es doch ziemlich schnell, auf der Petite Sône in Richtung Saint-Jean-de-Losne tuckern.
Schon bald kam der Anleger von Mantoche in Sicht. Nun sahen wir, dass dies gestern eigentlich der vernünftige Plan C gewesen wäre. Der Quai stand nicht unter Wasser und wäre ein perfekter Platz zum Anlegen gewesen.
Am roten Dalben gleich nach dem Quai von Mantoche waren die Spuren des Hochwassers in Form eines Haufen Treibholz gut sichtbar. Überhaupt war Aufmerksamkeit beim Navigieren angesagt, schwamm doch viel Treibholz im Wasser, teilweise ganze Baumstämme.

Ohne weitere erwähnenswerte Abenteuer fuhren wir bis nach Auxonne und legten an einem der Pontons an.
Ein Spaziergang mit unserem Wachoffizier, ein feines Nachtessen begleitet von einem 🍷🍷🍷🍷🍷 und wir schliefen nach einem ereignisvollen Tag den Schlaf der Gerechten 😴.
5. – 10. Mai, 6. Etappe: von Auxonne nach Saint-Jean-de-losne
Start: Auxonne / Ende: Saint-Jean-de-Losne
Navigation: 2 Std. / 18km / 1 Schleusen
Wetter: Teil bedeckt ⛅, aber immer sonniger 🌞/ 19° C / ziemlich windig
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
🥱 … ☕ … immer noch 🥱 … ☕ … ok, so langsam kommt etwas Leben in … ☕ … ah, jetzt kommts langsam gut 😁.
Der Smutje holt feines Baguette aus der Boulangerie (und ja, natürlich auch Eclairs zum z’Vieri 😋) währenddem die Erste Offizierin zusammen mit dem Wachoffizier flanieren gehen.
Noch ein ☕ und wir legten ab in Richtung unseres ersten Ziel dieser Reise, Saint-Jean-de-Losne, das Ende der Petite Saône. Da erwarteten wir am 9. Mai Freunde aus Holland. Mit ihnen planten wir ein kurzen Trip nach Dole und wieder zurück nach Sait-Jean-de-Losne.
Nach einer gemütlichen Fahrt legten wir in Saint-Jean-de-Losne am Quai national an.
Na, allzu viel Mauer war da nicht mehr übrig, das Wasser stand ziemlich hoch 🙄, aber wir beschlossen, dass das für zumindest eine Nacht genügt 😊.
Direkt vor uns am Quai lag ein schöner holländischer Kreuzer, der, wie wir später erfuhren, Bruno gehört. Bruno kam später zu uns ans Boot und gab uns einen Flyer der ANPEI. Er ist irgendwie im Vorstand der ANPEI und weibelt für neue Mitglieder. Die ANPEI ist sowas wie der SSK (Schweizerischer Schleusenschiffer Klub) und engagiert sich für die Interessen der Freizeitschifffahrt in Frankreich.
Inzwischen flattert an unserem Mast, in friedlicher Koexistenz mit dem Wimpel des SSK, fröhlich der Wimpel der ANPEI 😂. Wir profitieren ja auch von der Arbeit der ANPEI, engagieren die sich doch, nur als ein Beispiel, für die Offenhaltung des Canal de Bourgogne.
Wie immer genossen wir den Aufenthalt in Saint-Jean-de-Losne sehr. Am Montag leisteten wir uns ein sehr feines Nachtessen (und ein 🍺 und 🍷) im Bistro La Cotinière, gleich am Quai National. Wie immer sehr freundlicher Empfang und ausgezeichnetes Essen (und sehr guter 🍷).
Am Dienstag kam Bruno zu uns ans Boot und meinte, dass der Wasserpegel in den nächsten Stunden steigen könnte 🙄. Er habe mit dem Kapitän des Ausflugschiffes, Vagabondo, gesprochen und der parkiere sein Schiff um, vom Quai an die Dalben der Hotelschiffe.
Da wir den langsamen Anstieg des Pegels auch bereits kritisch beobachtet hatten, entschieden wir uns die MS Horizon umzuparkieren und zum Schwimmponton des Campings Les Herlequins oberhalb von Saint-Jean-des-Losne zu fahren.
Und das war definitiv eine gute Entscheidung 😀. Das Wasser stieg zwar nicht mehr sehr stark an, wahrscheinlich wäre es kein Problem gewesen am Quai zu bleiben, aber beim Camping wurde uns die nächsten Tage eine wunderbare Show geboten 👍.
In Brazey-en-Plaine fand zu dieser Zeit das französische Nationaltreffen 2024 der Döschwos statt. Brazey-en-Plaine ist nur gut 5 km von Saint-Jean-de-Losne entfernt. Einige der 2CV-Besatzungen übernachteten auf dem Camping Les Herlequins. Sie fuhren mehrmals Parade direkt bei uns am Ponton vorbei. Da hatte es wirklich kreative Konstruktionen darunter, vom Rennmobil mit Breitreifen und Doppelauspuff, über Cabrios bis zum Wohnmobil, da war wirklich alles dabei 😍.
Am Abend des 9. Mai trafen dann unsere Freunde aus Holland, Caro und Ivo, bei der MS Horizon ein.
Das wurde dann natürlich ein gemütlicher Abend bei Wein, Weib und Gesang … nein falsch … bei einem 🍻🍷🍺🍷 und viel Gequatsche, gab es doch viel zu erzählen.
Weiter ging es dann am nächsten Tag über den Canal du Rhône au Rhin in Richtung Dole. Aber dazu dann mehr im nächsten Blog 😊.
More to come soon 😊
Weiter geht unsere Reise 2024 im nächsten Blog:
2024: Canal du Rhône au Rhin / Von Saint-Jean-de-Losne nach Dampierre


















Wünsche eine angenehme Weiterreise. Und ja, auch wir am Bodensee sind wegen dem Wetter meistens eher zu Hause. Buchungen deswegen auch auf Tiefstpunkt = 0 bis jetzt….
Mast und Schotbruch!
Werner
Ich habe mich sehr gefreut über die Fortsetzung. Bin gespannt wie es weitergeht.
Weiterhin schöne Reise.
Gruss Theo