2024: Wieder auf dem Boot 😀

2024: Wieder auf dem Boot 😀

Es ist soweit! Unsere erste ganze Saison auf dem Boot hat begonnen 😎. Na ja, eigentlich ohne Sonnenbrille, aber dazu später mehr …

Anreise

Am letzten Donnerstag, 28. März, sind wir kurz vor Mittag mit dem Auto in Felben-Wellhausen losgefahren und nach problemloser Fahrt bereits um 15:00 Uhr in Corre eingetroffen.
Und da stand sie, die MS Horizon, unser Zuhause für die nächsten sieben Monate 😊.

Ankunft in Corre

Die MS Horizon lag bereits am Besuchersteg, da in den letzten Wochen noch einige Arbeiten ausgeführt wurden. Zum Beispiel wurde der Heizkessel ersetzt, eine Waschmaschine musste an Bord, …, mehr dazu später in diesem Beitrag oder in einem späteren Post 😉. Am Besuchersteg kann man bequem von der Seite her einsteigen, das ist natürlich viel angenehmer als über die Heckleiter und über die Terrasse. Und man schaut aus dem Salon beidseitig nicht nur an ein anderes Boot sondern hat eine schöne Aussicht auf den Hafen und die umliegenden Felder 😊.

Erledigte Arbeiten an der MS Horizon (oder eben nicht 🙄)

Wie erwähnt, in den letzten zwei Wochen wurde durch die Werft eine neue Heizung mit Boiler eingebaut. Die 30-jährige alte Heizung lief zwar noch, allerdings hatte der Boiler kaum mehr Volumen (auch Entkalken half nicht mehr wirklich viel) und beim Brenner konnte man ab und zu kleine Wolken Abgase beobachten. Nicht das was man in Motorraum wirklich will … 🤔
So freuten wir uns auf ein wohlig warmes Boot mit viel warmen Wasser 😀. Pustekuchen 🙁. Der Motorraum stand offen, Werkzeug lag herum, ganz offensichtlich war da noch ein Arbeiter am Werk. Allerdings kein Arbeiter weit und breit 😲. Also ab zum Hafenmeister. Und ja, die Heizung war wohl installiert, aber sie kriegten sie nicht zum Laufen. Ab und zu arbeitete der Brenner, dann wieder nicht, der Boiler wurde ab und zu warm, und dann …, zwischendurch wurde die Heizung warm, und dann …, einzig das Wasser kam konstant kalt aus dem Hahn 😯. Am späten Donnerstagnachmittag vor Ostern noch einen Spezialisten finden, ein Ding der Unmöglichkeit. Also hiess es die Elektroöfen in Betrieb zu nehmen und über die Ostern die Duschen in der Capitainerie zu benützen 🙄. Davon lassen wir uns die gute Laune jedoch nicht verderben 😀.

Ostertage 🐇🥚🧂 (🥩🥣🥂🍻🍷)

Bereits am Donnerstagabend gegen 22.00 Uhr traf auch Janika, unsere leitende Ingenieurin, in Corre ein. Sie leistete uns über Ostern Gesellschaft an Bord. Nun ja, sie wusste schon warum sie ausgerechnet über die Ostertage auf die MS Horizon kam. Feiertage, also freie Tage, gutes Essen und süsses Nichtstun 🥱. Ich sage euch, diese Angestellten heutzutage, und dann noch Gen Z 🙄.

Aber wir haben die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genossen. Kleiner Auszug aus dem Speiseplan: Fondue aus der Käserei Pfyn (ihr wisst schon, unser Liebstes 😁), Cordon Bleu de cheval aus der Metzgerei in Felben (ihr wisst schon, unser … 😁), Ragoût à la Françoise (das Beste 😋), natürlich täglich ein herausragender Brunch à la Roland 😁. Und dazu und zwischendurch natürlich immer wieder Kaffee und viel Mineralwasser (🍺🥂🍷). Am Montagmittag verliess uns Janika dann wieder vollgegessen in Richtung Schweiz.
Gerade noch rechtzeitig …

Hochwasser

Nun zum Thema 😎 bzw. 🌂. Die letzten Tage schon gab es in Corre immer wieder Niederschläge. Nach unserer Ankunft hat es bis am Dienstag in der Früh immer wieder mal geregnet, zwischendurch auch heftig und anhaltend.

Zeitgleich mit dem Regen stieg der Wasserpegel. Bis am Montagmittag ging es bereits den Steg abwärts anstatt aufwärts 🤔.

MS Horizon am Besuchersteg in Corre, steigender Wasserpegel
Eigentlich sollte es hier aufwärts gehen …
Besuchersteg in Corre
Na ja, es geht noch trockenen Fusses …

Eine Stunde und ein Hafenrundgang später (der letzte Ausflug ab unserem Schwimmsteg für eine ganze Weile, nur das wussten wir da noch nicht …) war der Wasserpegel bereits wieder um sicher 10 cm gestiegen. Na ja, es regnete im Moment nicht mehr und es war nur am Abend noch etwas Regen angesagt … hiess es …

Hoher Wasserpegel im Hafen in Corre
Hafen von Corre am Nachmittag

So voll haben wir den Hafen von Corre noch nie gesehen. Die Landzunge mit den Bäumen liegt normalerweise mindestens 1.5 m über dem Wasser, nun noch gut 50 cm …

MS Horizon am Besuchersteg
Jack, der Wachoffizier staunt

Jetzt musste der Bord-Pontonier ans Werk. Gell, denn habt ihr noch nicht kennengelernt 😂. Na ja, irgendwann kennt ihr dann schon die ganze Mannschaft 😉.

MS Horizon am Besuchersteg
Steg: erste Ausbaustufe 👍
Wasserpegel steigt und steigt
Steg: zweite Ausbaustufe 💪
Steg unter Wasser
Steg: und was jetzt 🤔
Regenbogen
Wunderschöner Regenbogen

Letzte Aufhellung vor Armageddon. Ein wunderschöner, strahlender Regenbogen.

Doch dann setze der Regen wieder ein. Der Wasserpegel lag nun schon weit über einem Meter höher als normal 😲.
Der Bord-Pontonier hatte alle Hände voll zu tun. Inzwischen war er bereits bei der dritten Ausbaustufe des Stegs angelangt. Allerdings brauchte es nun bereits etwas artistisches Können um an das Ufer zu gelangen 🙄.

Steg noch mehr unter Wasser
Links im Bild: Steg, dritte Ausbaustufe 👍

Was wir beim zu Bett gehen nicht wussten war, dass es in der Nacht wieder zu regen beginnen sollte. Die Nacht war nicht wirklich erholsam. Die Leinen knarzten durch die starke Strömung und immer wieder trieb Treibgut dem Rumpf entlang oder unter ihm hindurch.

Am Dienstagmorgen traf uns beinahe der Schlag. Der Wasserpegel war mindestens noch einmal 40 cm gestiegen und der Steg zum Land war nun ganz unter Wasser. Dafür war die Aussicht auf das Hafenbecken ausgezeichnet 😁.

Steg nochmals mehr unter Wasser, hoher Wasserpegel
Das gibt nasse Füsse …
Aussicht auf das Hafenbecken
Aber die Aussicht ist ausgezeichnet 😂

Kurz überlegt 🤔, Esswaren und Getränke (☕🍷) hatten wir genug an Bord, soweit war alles paletti. Nur wo sollte sich unser Wachoffizier entleeren 🤔. Aber er war sehr diszipliniert und verbrachte den Vormittag einfach in seinem Bettchen.
Die Mannschaft führte zwischendurch über das Wasser hinweg Gespräche mit den Hafenmeistern und der guten Seele des Hafens, Vreni.

Zum Glück regnete es kaum noch und so sank der Wasserpegel bis um die Mittagszeit bereits wieder einige Zentimeter. Der Bord-Pontonier nützte die Chance sofort und konstruierte eine vierte Ausbaustufe des Stegs. Diese Konstruktion war zwar sehr wackelig, aber der Kapitän meisterte diese Herausforderung, auch mit dem Wachoffizier auf dem Arm, in bester Freddy Nock Manier.
Jack genoss es wieder festen Boden unter den Füssen zu haben, vor Allem aber natürlich die Bäume auf der zur Insel gewordenen Landzunge 😀.
Erstaunlich schnell sank der Wasserpegel bis am Abend (Foto: vierte Ausbaustufe) und es war absehbar, dass man bis am Mittwochmorgen wieder trockenen Fusses an Land gehen konnte.

Alternativer Steg
Steg: vierte Ausbaustufe

Ach ja, hier noch eine Planänderung …

Ihr wisst ja, „Nichts ist so konstant wie der Wandel“, oder gemäss einem meiner Lieblingssprüche: „Planung ist nur das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum“ 🙄. Speziell beim Bootfahren …

Eigentlich hatten wir ja zuerst die, wie ich sie nenne, Elsässer-Route geplant. Heisst von Corre über Nancy, Strasbourg, Mulhouse, Besançon, Dole nach Saint-Jean-de-Losne (siehe auch letzten Beitrag). Dazu müssten wir aber über den Canal des Vosges in Richtung Nancy losfahren können. Nur, der öffnet, entgegen der ursprünglichen Ankündigung der VNF, nicht am 1. April, sondern frühestens am 1. Mai 🤨. Da wir uns aber nicht auf das verlassen möchten, „müssen“ wir doch Mitte Juli in Carcassonne sein, haben wir uns entschieden von Corre aus direkt über die Saône nach Süden zu fahren. So können wir es gemütlich nehmen und unterwegs nach Carcasonne noch einige Abstecher (zB. nach Dijon) machen.

Auch gibt es uns Zeit in Corre noch einige Arbeiten an der MS Horizon zu erledigen und Mitte April noch einen kurzen Besuch in der Schweiz einzuplanen um noch einige administrative Dinge zu erledigen.


Bis demnächst wieder in diesem Theater 😊


Veröffentlicht von MS Horizon / Kapitän

Freizeitkapitän auf der MS Horizon

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