2024: Canal de Bourgogne / Von Saint-Jean-de-Losne nach Dijon
Unsere Reise geht weiter: über den Canal de Bourgogne nach Dijon zum Senf einkaufen 😃
Wohin führte uns unsere Reise im 2024 bisher
Unsere Reise hat uns zuerst von Corre nach Saint-Jean-de-Losne geführt. Mehr dazu findet ihr im Blog: 2024: La Petite Saône / Von Corre nach Saint-Jean-de-Losne .
Von Saint-Jean-de-Losne aus sind wir dann ein paar Tage mit lieben Freunden über den Canal du Rhône au Rhin nach Dole und noch etwas weiter bis nach Ranchot gereist. Mehr dazu im Blog: 2024: Canal du Rhône au Rhin / Von Saint-Jean-de-Losne nach Dampierre.
Wohin sollen wir nun fahren? Unser Smutje hatte da eine klare Vorstellung …
Wir haben eine Notlage 😳.
Unser Smutje teilte unserer Zahlmeisterin mit, sie müsse dringend Senf besorgen. „Ach ja“, meinte sie, „ich besorge dir bei Gelegenheit welchen“.
Da hättet ihr den Smutje hören sollen. „Irgendeinen? Irgend ein Senf kommt mir sicher nicht in meine Kombüse, sicher nicht. In meine Kombüse kommt nur das Original von Dijon 🤬“.
Nun, damit stand also unser nächstes Reiseziel fest 😊.

15. Mai, 1. Etappe: auf der Saône vom Camping les Herlequins zur „alten Schleuse“
Start: Camping les Herlequins bei Saint-Jean-de-Losne / Ende: „alte Schleuse“ bei Saint-Jean-de-Losne
Navigation: 0.5 Std. / 4 km / 0 Schleusen
Wetter: Sonnig/Bewölkt ⛅/ 23° C / starker, im Laufe des Tages abnehmender Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
Nachdem wir die MS Horizon nach der letzten Reise, wir fuhren ein paar Tage auf dem Canal du Rhône au Rhin, wieder auf Vordermann gebracht und auch alle Vorräte wieder aufgefüllt hatten, wurde die Mannschaft langsam aber sicher wieder unruhig.
Bevor wir jedoch unser nächstes (von unserem Smutje aufgezwungenem) Ziel ansteuerten, wollten wir noch Freunde in der alten Schleuse besuchen 😀. Mit „die alte Schleuse“ meinen wir eine ausgediente, ehemalige Schleuse auf der Saône, kurz unterhalb von Saint-Jean-de-Losne. Diese Schleuse ist inzwischen ein zu H2O gehörender Hafen in welchem hauptsächlich alte – sorry, ich meinte historische 😉 – Boote und Schiffe ihren Liegeplatz haben.
Da der Weg vom Quai in Saint-Jean-de-Losne zur alten Schleuse an der schwimmenden Tankstelle – gleich unterhalb der Brücke – vorbeiführt, beschlossen wir – nachdem wir den Kontostand überprüft hatten 😳 – bei der Tankstelle einen „kurzen Halt“ einzulegen.
Mit mehr Ballast im Boot, aber weniger Ballast auf dem Konto 🙄, fuhren wir dann gemütlich die kurze Strecke zur alten Schleuse.
Als wir die MS Horizon vor fünf Jahren bei H2O gekauft hatten, hätten wir gerne einen Liegeplatz in der alten Schleuse gemietet. Charles, der Patron von H2O, machte uns jedoch schnell klar, dass in der alten Schleuse nur alte – nicht schon wieder, ich wollte sagen historische 😉 – Boote und Schiffe liegen dürfen.
Nun haben wir es doch geschafft 😁 (auch wenn nur für eine Nacht 😉). Wir legten in der alten Schleuse direkt vor der Vrijheid, dem Boot von Chrigel & Nadine, an einem freien Platz an, wo wir auch übernachten konnten. Mitten unter all den alten, sooory, historischen Booten 😁.
Wir genossen einen wunderbaren Abend mit wunderbaren Freunden auf einem wunderbaren Schiff (genau, ich meine damit natürlich die Vrijheid 😉). Danach hatten wir eine wunderbare Nacht unter all den alten, ach ja genau, ich meinte natürlich unter all den historischen Booten und Schiffen 😴.
16. Mai, 2. Etappe: auf dem Canal de Bourgogne von der „alten Schleuse“ nach Epoisses
Start: „alte Schleuse“ bei Saint-Jean-de-Losne / Ende: vor der Schleuse 65 bei Epoisses
Navigation: 6 Std. / 18 km / 11 Schleusen
Wetter: Sonnig/Bewölkt ⛅/ 23° C / leichter Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
Einen der Morgenkaffees ☕ tranken wir dann auf dem neuen alten bzw. historischem Boot von Katrin & Ruedi, den ehemaligen Eignern der Cornelia Helena. Chrigel kam standesgemäss mit seinem historischen, selber restaurierten, Schlepper zum Kaffee 💪.
Aber dann hiess es um 09:30 Uhr einmal mehr: „Leinen los, auf zu neuen Abenteuern“. Wir fuhren zurück zur Abzweigung des Canal de Bourgogne und nahmen Kurs auf Dijon. Eine Tagesreise genügt nicht für die Fahrt nach Dijon, aber zwei Fahrtage sollten gut reichen.
Schnell merkten der Steuermann, dass die MS Horizon unter dem Kiel nicht viel mehr als die berühmte Handbreite Wasser hat. Nur eine leichte Abweichung von der Fahrspur und schon pflügte der Kiel durch den Schlamm 🙄.
Dadurch waren natürlich auch die Möglichkeiten zum Anlegen stark eingeschränkt. Aber kein Problem, auch ein Mittagessen in der Schleuse kann sehr gemütlich sein 😊. Und für die Sicherheit sorgt, wie man auf dem Bild gut sehen kann, der Wachoffizier.
Kurz vor 17:00 Uhr legten wir an der Mole vor der Schleuse 65 an. Das heisst nicht ganz an der Mole. Die MS Horizon blieb mit etwas Abstand zur Mole im Schlick stecken 🙄. Na ja, wenigstens kann sie so nicht untergehen 😁. Wir genossen einen gemütlichen Abend bei …
17. Mai, 3. Etappe: von Epoisses nach Dijon
Start: vor der Schleuse 65 bei Epoisses / Ende: Dijon
Navigation: 4 Std. / 11 km / 11 Schleusen
Wetter: Sonnig/Bewölkt ⛅/ 23° C / leichter Wind
Wasser: bis kurz vor Dijon gut, kaum Kraut, dann aber beinahe durchgehender Algenteppich
Bereits um 09:00 Uhr, nach einigen ☕☕☕ für den Kapitän, ohne bewegt sich der einfach nicht, legten wir von der Mole ab. Das heisst, wir lösten die Leinen … aber das Boot bewegte sich keinen Millimeter 😲. Es kostete einigen Einsatz des Bootshaken und der Schraube bis sich das Boot endlich aus dem Schlick löste.
Ziemlich ereignislos fuhren wir weiter in Richtung Dijon. Mittagessen wie gehabt in einer Schleuse, wirklich nicht der schlechteste Ort. Der Canal de Bourgogne gibt auf dieser Strecke nicht wirklich viel her. Bolzengerade führt er durch eine nicht wirklich aufregende Landschaft 🥱.
Das aufregendste auf dieser Fahrt war wohl die Begegnung mit unserer alten Bekannten, dem Hotelschiff Jeanine. Auch ihr Kapitän wusste natürlich über die fehlende Wassertiefe Bescheid, entsprechend vorsichtig haben wir Beide unser Kreuzungsmanöver gefahren.
Um 14:00 Uhr fuhren wir in die Schleuse von Dijon ein. Hielt sich das Unkraut im Wasser bisher in Grenzen wurde es nun um so heftiger. Schon in der Schleuse sah man nicht mehr viel Wasser, aber im Oberwasser führte der Weg nur durch einen über 50 m langen Algenteppich 😲.
Direkt nach der Schleuse legten wir am langen Quai von Dijon direkt hinter der Giséle an. Mehr zur Giséle dann später.
Der Hafen von Dijon wurde ausser Betrieb genommen, da das ganze Areal neu gestaltet werden soll. Einen Zeitplan dazu haben wir allerdings noch nicht gesehen.
Weiter hinten am Quai lag bereits die Alicia von Susi und Andreas, welche schon zwei Tage vor der MS Horizon von Saint-Jean-de-Losne losgefahren war. Ja und es kam wie es halt immer kommt. Schon bald sassen wir …, nein, nicht jetzt, dazu erst später mehr 😁.
18. – 20. Mai: Dijon
Start: Dijon / Ende: Dijon
Navigation: 0 Std. / 0 km / 0 Schleusen
Wetter: Sonne und Regen / 23° C / wechselder Wind
Wasser: oberhalb der Schleuse und im Hafenbecken Rasenteppich
Nun waren wir in Dijon, und was jetzt 🤔. Eigentlich planten wir zwei Tage in Dijon zu bleiben, es wurden drei Tage. Was sich in diesen drei Tagen so alles abgespielt hat erfahrt ihr in den nächsten Kapiteln 😊.
Unser Bootsfotograf on Tour in Dijon
Ihr erinnert euch noch an unseren Bordfotografen? Im letzten Herbst schickten wir ihn in Port-sur-Saône los, mit dem klaren Auftrag, mal etwas anderes als immer nur diese Herbstlandschaften und Morgenstimmungen, dann noch immer mit diesem Schweizerfähnchen drauf, zu fotografieren 😁. Und er hatte es gut gemacht, das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen (Link).
Also schickten wir ihn auch hier in Dijon wieder los. Wieder mit dem klaren Auftrag die schönsten Plätze und Gebäude von Dijon zu finden und festzuhalten. Schaut euch das Ergebnis mal an und urteilt selbst, hat der Bordfotograf seinen Auftrag erfüllt?
Im 2022 wurde die Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin, 6 ha des ehemaligen Hôtel-Dieu, die durch eine gewagte architektonische Sanierung aufgewertet wurden. eröffnet. Es gibt da viel zu sehen und zu erleben 😊.
In Dijon findet man viele wunderschöne und sehr alte Riegelhäuser.
Die ganze Stadt wirkt sehr gepflegt, sauber und gut unterhalten.
Dijon mit seinen etwa 160’000 Einwohner ist die Hauptstadt des Départements Côte-d’Or und die Hauptstadt der Region Bourgogne-Franche-Comté.
Natürlich hat Dijon auch seeehr viele Kirchen. so zB. die Cathédrale Saint-Bénigne, die Église Notre-Dame und die Église Saint-Michel.
Das sind längstens nicht alle Kirchen in Dijon, aber mehr wollen und können wir Euch hier nun wirklich nicht mehr zumuten 😁.
Es gibt ja auch noch andere Dinge zu sehen …
Da Dijon gleich doppelte Hauptstadt ist gibt es auch sehr viele Regierungs-gebäude. Vor dem Palais des Ducs et des États de Bourgogne erstreckt sich der Place de la Libération.
Kleine Perlen wie die auffallende blaue Tür (wohin die wohl führt und wie sieht es dahinter wohl aus 🤔) oder die spannende Installation mit den Blumenkisten, das heisst eigentlich scheinen es eine Art Taschen zu sein, findet man in Dijon noch viele.
Aber irgendwann ist dann auch mal genug 😁.
Schöne, alte und riesige Gebäude, das Kaufhaus Galeries Lafayette oder die Markthalle, es gäbe noch viel zu zeigen und zu erzählen. Für Alle welche noch nie in Dijon waren, geht hin, es lohnt sich 😊.
Beinahe hätte der Bordfotograf seinen wichtigsten Auftrag vergessen 😲. Aber nur beinahe. Er fand auch noch die Boutique de la Maison Maille (die lange Geschichte des Hauses findet Ihr hier). Nun konnte er beruhigt dem Smutje unter die Augen treten 😊.
Last, but not least, der Obelisk zu Ehren des Baus des Canal de Bourgogne. Erste Studien zum Bau des Kanals gehen zurück auf das Jahr 1511. Religionskriege, Regierungswechsel, Streitereien um Streckenführungen und finanzielle Gründe vereitelten immer wieder einen Bau. 1775 begannen endlich die ersten Bauarbeiten. 1808 fuhr das erste Schiff aus Richtung Saint-Jean-de-Losne, 1833 das erste Schiff aus Richtung Paris in den Hafen von Dijon ein. Damit war der Kanal in seiner ersten durchgängigen Version fertiggestellt. Trotz immer weiteren Verbesserungen der Infrastruktur, neuen Staustufen, neuen Speicherseen etc. verlor der Kanal aufgrund der neuen Bahnstrecken leider immer mehr seine wirtschaftliche Bedeutung.
Und, was meint Ihr zur Arbeit unseres Bordfotografen 🤔. Also ich finde der nimmt sich inzwischen zu wichtig 🙄. Etwas kürzer und prägnanter hätte es nun wirklich getan. Also, der Auftrag muss nächstes Mal noch klarer erfolgen …
Der Kapitän auf einer Mini-Cruise durch den Hafen von Dijon
Ich habe weiter oben in diesem Beitrag das Schiff Giséle erwähnt, hinter welchem wir angelegt hatten. Die Giséle ist eine wunderschöne Péniche welche zu einem exklusiven Wohnschiff umgebaut wurde. Der Besitzer der Giséle ist Roberto. Er wohnt das ganze Jahr über auf der Giséle, seine Partnerin kommt so oft sie kann auf das Schiff. Er vermietet auch zwei der Kabinen für kleine Kreuzfahrten oder einfach als B&B wenn er, zB. in Dijon, längere Zeit an einem Ort bleibt.
Nun wollte er die Giséle wenden damit er auch die Steuerbordseite reinigen und die Schäden, die es halt einfach immer wieder mal gibt, neu übermalen konnte.
So einfach wendet man eine 38 m Péniche am Quai aber nicht. Und so wurde aus dem Wendemanöver eine kleine Cruise durch den Hafen. Roberto fragte dafür um Hilfe bei unserem Kapitän der MS Horizon nach und selbstverständlich stimmte dieser sofort zu. Man hilft sich ja unter Kollegen 😁.

Und so legte Roberto mit seiner Giséle ab. Unser Kapitän gab ihm dabei seine volle moralische Unterstützung, aber … er gibt es nicht gerne zu … machte das Roberto ganz alleine und ohne unseren Kapitän mehr als gut 😉.

Bestandteil der Cruise war auch eine Besichtigung des Motorraums und der Technik der Giséle. Richtige Männer lassen sich das nicht nehmen. Im Motorraum werkelt ein alter 6-Zylinder Baudouin. Alle 3 Betriebsstunden müssen die Kipphebel frisch geschmiert werden 😲.
Apero time is a very serious time of day in France!
Irgendwo habe ich diesen Satz einmal gelesen. Ist gar nicht so wichtig wo, aber auf jeden Fall nehmen wir ihn auf der MS Horizon ernst, sehr ernst 😁.
So schön, wir waren nicht alleine am Quai in Dijon 😊. Roberto von der Giséle, Susi & Andreas von der Alicia und Genéviève & Jean-Marc von der Risico, welche am übernächsten Tag nach uns eingetroffen war, lagen auch am Quai. Das barg natürlich einiges an Potential … und das haben wir auch voll genutzt 😁.
Am Ankunftstag spendierte der Kapitän der MS Horizon seiner Mannschaft als Belohnung für die reibungslose Fahrt einen kleinen Apéro 😳 auf der MS Horizon gefolgt von einem einfachen Nachtessen 😉.
Am Samstag genossen wir gemeinsam mit Roberto bei Susi & Andreas auf der Alicia zusammen einen gemütlichen Apéro 🥂🍻.
Tags darauf, am Pfingstsonntag, geänderte Location, kamen Susi & Andreas zu uns auf die MS Horizon zum Apéro 🍻🥂.
Am Pfingstmontag, zum Glück vereitelte uns die VNF die Weiterfahrt am Vormittag 😂, waren die Mannschaften der Alicia und der MS Horizon (also von der MS Horizon nur der Kapitän und die Erste Offizierin, die ganze Mannschaft hätte den Rahmen definitiv gesprengt), auf der Risico bei Genéviève & Jean-Marc zum Apéro eingeladen 🥂🍻. Gut hat die Risico einen so schönen, grossen und hellen Salon, es regnete nämlich in Strömen.
Ich hoffe, wir haben damit der französischen Tradition Genüge getan, ernst genommen haben wir es auf jeden Fall, schön wars auch und vor Allem, es hat Spass gemacht. Santé 🥂.
21. Mai, 4. Etappe: von Dijon nach Epoisses
Start: Dijon / Ende: unterhalb der Schleuse 65 bei Époisses
Navigation: 4.5 Std. / 11 km / 11 Schleusen
Wetter: Sonnig 🌞/ 25° C / starker, im Laufe des Tages abnehmender Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
Eigentlich war der Plan bereits am 20. Mai in Dijon abzulegen und Kurs zurück auf Saint-Jean-de-Losne zu nehmen. Aber eben, das war nur ein Plan.
Bereits am 19. Mai hatten wir mit dem Schleusenwärter abgemacht, dass wir am Folgetag um neun Uhr talwärts schleusen möchten. Also legten wir um 08:45 Uhr vom Quai ab und wollten gemütlich die MS Horizon wenden (das gehrt etwas einfacher als mit der Giséle 😉) um pünktlich vor der Schleuse bereitzustehen 👍.
Aber kaum waren wir vom Quai weg rief uns ein Schleusenwärter zu, dass wir jetzt nicht schleusen könnten 😲. Es entbrannte eine heftige Diskussion zwischen der Mannschaft der MS Horizon und dem VNF-Mitarbeiter. Zum Glück lagen einige Meter Wasser zwischen ihm und uns … 🤬.
Natürlich unterlagen wir, da der Schleusenwart an den Hebeln der Macht, also ich meine an den Hebeln der Schleusentore sass. Offenbar erwarteten sie heute 17 Boote eines ANPEI-Ausfluges welche bergwärts geschleust werden wollten (ANPEI ist ein Club der französischen Binnenschiffer, unsere Zahlmeisterin ist da seit neuestem auch Mitglied).
Nach dieser Episode hatte unser Kapitän gehörig die Nase voll von der VNF in Dijon 😠. Der Algenteppich in und vor der Schleuse, niemand der etwas dagegen unternahm, nicht eingehaltene Abmachung, was uns zu einem längeren Aufenthalt zwang … 😒.
Der Schleusenwärter sitzt wohl an den Hebeln der Schleuse, der Kapitän aber an der Tastatur seines Computers 😁. Und er ist über LinkdIn mit der neu im Amt stehenden Directrice générale de Voies navigables de France (= Herrin über die VNF), Cécile Avazard verbunden 😎. Schnell war der Computer angeworfen und eine Mittelung mit den Eindrücken über die Abteilung der VNF Dijon an Cécile gesendet. Nützte natürlich nichts, schon klar 😆. Aber es half dem Kapitän massiv beim Frust-Abbau 😂. Obwohl, sie hat immerhin an einem Feiertag (Pfingstmontag) innerhalb von 2 Stunden geantwortet und versprochen sofort mit der VNF-Zentrale in Dijon Kontakt aufzunehmen 💪.
Beim heutigen Versuch in die Schleuse zu fahren funktionierte dann aber alles wunderbar. Die Schleusenwärter standen bei ihren Hebeln bereit, alle waren seeehr freundlich und seeehr hilfsbereit 😁. Man konnte beinahe denken Cécile hätte … 😏.
Abwechslung boten einige festbewohnte Schiffe am Ufer. Wie zum Beispiel dieses mit einem halben Wald auf dem Dach 😲.
Bereits um 14:30 Uhr erreichten wir wieder den Liegeplatz unterhalb der Schleuse 65 bei Époisses und beschlossen, da es bis nach Saint-Jean-de-Losne sowieso noch zu weit war, anzulegen. Dieses Mal waren wir nun gescheiter und versuchten gar nicht erst bis an die Mole heran zu fahren. Wir belegten die MS Horizon mit losen Leinen einen Meter vom Ufer weg und legten den Steg.
Ein gemütlicher Nachmittag auf der Terrasse, einkaufen im nahe gelegenen Einkaufszentrum, ein feines Nachtessen, ein (!) Glas Wein 🍷🍷🍷🍷. Leben wie Gott in Frankreich 😊.
22. Mai, 5. Etappe: von Epoisses nach Saint-Jean-de-Losne
Start: nach der Schleuse 65 bei Époisses / Ende: Saint-Jean-de-Losne
Navigation: 5 Std. / 16km / 11 Schleusen
Wetter: Sonnig/Bewölkt ⛅ 🌞/ 23° C / leichter Wind
Wasser: gut, kaum Wasserlinsen oder sonstiges Kraut
😴☕ … 🥱☕ … 😑☕ … ja, langsam aber sicher bessert es 😃.
Nach der nicht immer ganz einfachen Aufwachphase legten wir wieder von der Mole in Époisses ab. Einen Meter von der Mole weg anzulegen war definitiv eine super Idee 😃.
Es war wieder eine ziemlich ereignislose, 5-stündige Fahrt mit 11 Schleusen bis nach Saint-Jean-de-Losne.
Wieder kreuzten wir eine alte Bekannte, diesmal die Daniele 😊. Die Daniele gehört, wie auch die Jeanine, zur Firma CroisiEurope. Diese Péniches sind 38.5 m lang, 5 m breit und bieten Platz für bis zu 22 Gäste. Der Preis für eine Woche Kreuzfahrt beträgt pro Person je nach Saison zwischen etwa 1’500.00 € und 2’500 €.
Der Kapitän möchte nun diese Gelegenheit nutzen, mangels anderer interessanten Erlebnisse, ein Lob an die Mann- & Frauschaft (nein, Diverse haben wir keine an Bord 🙄, oder etwa doch 🤔, etwa unser Wachoffizier 🤔) auszusprechen.
Ihr erinnert euch sicher noch an das Ablegemanöver in Corre (sonst hier nachzulesen). Nervöse Mannschaft welche auf dem Boot herumrennt und so 🙈.
Was hat sich doch seither getan. Die Mannschaft ist nicht mehr wiederzuerkennen 😃. Absolut diszipliniert, jeder Handgriff sitzt, jeder weiss jederzeit was zu tun ist. Der Teamgeist stimmt und jeder weiss, dass er sich jederzeit auf den Anderen verlassen kann.
Schaut Euch einfach das Video an, diese Sicherheit, diese Eleganz 😁.
Wohlbehalten und froh diesen Kanalabschnitt des Canal de Bourgogne hinter uns zu haben legten wir um 15:00 Uhr in Saint-Jean-de-Losne am Quai, unserem Lieblingsanleger hier, an.
Von hier aus soll nun unsere eigentliche Reise in den Süden Frankreichs starten. Es liegen nur noch verhältnismässig wenige bekannte Flusskilometer vor uns. Danach beginnt das Abenteuer 😎.
Stay tuned 😊
Informationen zu den Wasserstrassen und den uns bekannten Liegeplätzen sowie eine Übersicht über alle unsere Reisen findet Ihr auf den entsprechenden Info-Seiten.
- Liegeplätze: Infos über Liegeplätze
- Unsere Reisen: Die Reisen der MS Horizon
- Wasserstrassen: Infos über Wasserstrassen

















































Alle 3 Betriebsstunden Kipphebel schmieren?
Im schlimmsten Fall also 3x täglich?
Wie hält man einen Abstand zur Mole von 1 m, wenn das Schiff festgezurrt werden muss?
Spezielle Fender?
Aber wie üblich: sehr unterhaltsam und lustig geschrieben. Macht Lust auf eigene Erkundungen. Weiter so!
Liebe Grüsse Theo und Manu
Vielen Dank für die 💐🌹🌷🌼
Tatsächlich, alle 3 Stunden Kipphebel schmieren, 2 – 3 mal täglich 😯
Es ist einfach eine Frage der Wassertiefe 😉 Sobald der Kiel beginnt im Schlick festzustecken nicht mehr weiter „morksen“. Nur den Steg zum Land legen, Leinen lose festmachen (ja nicht versuchen das Boot näher ans Ufer und somit tiefer in den Schlick zu ziehen), und das Boot hält die Position 😊 (vorausgesetzt es rast kein Wahnsinniger mit riesiger Bugwelle vorbei 😉, aber so nahe bei der Schleuse passiert das ja nicht).
Liebe Grüsse an Euch